







Zuhause – Eine Bildgeschichte aus dem Jura
Versteckt inmitten der sanften Hügellandschaft des Jura liegt ein Ort, der mehr ist als nur ein Zuhause. Das Wohnkollektiv, das sich hier niedergelassen hat, bewohnt ein beeindruckendes Haus. Ihr Anwesen ist eine kunterbunte Oase. Im Garten picken Hühner im Gras, und es wird viel Kunst gemacht; es gibt einen Bandraum und ein Malatelier. Die Möblierung stammt aus dem Brocki, überall stehen Pflanzen, auf dem Küchentisch liegt die WOZ.
Menschen kommen und gehen, Gedanken werden geteilt, es wird philosophiert und Projekte werden verwirklicht. Dennoch – zwischen all dem Trubel – ist da ein tiefes Bedürfnis nach Rückzug, nach einer Form der Privatheit, die geschützt bleiben soll.
„Suchte doch der schwindelnde Blick einen Anhalt in dieser Welt, die wie in Strudeln
kreisend versinkt.“
Ein Zitat von Walter Benjamin, das an einer Wand im zweiten Stock hängt.
Es beschreibt sehr gut die Stimmung im Haus.
Die Bewohner:innen haben sich aus unterschiedlichen Gründen für diesen Lebensstil
entschieden. Manche aus politischen, antikapitalistischen Motiven, andere wollten einfach der Schnelllebigkeit der Stadt entkommen.
Mit dieser Arbeit möchte ich einen Einblick in die Wohngemeinschaft geben, in der
verschiedenen Menschen leben, die ein kollektives Gedankengut teilen und gemeinsam dieses Haus bewohnen. Und doch geht jede:r ihren:seinen individuellen Tätigkeiten nach.